Steigern Sie Ihre Lebensqualität durch Anerkennung und Dankbarkeit

By 25. November 2014 Dezember 5th, 2014 Allgemein

Gerade zum Jahreswechsel haben wir viele gute Vorsätze und wollen unser Leben wieder neu ausrichten und besser machen. Viel zu viel nehmen wir uns vor und halten es dann nicht ein. Eine sehr einfach einzusetzende und äußerst wirkungsvolle Verbesserung der Lebensqualität für Sie selbst und Ihr Umfeld kann die häufigere Verwendung eines Wortes sein: Danke.

Undank belastet private und geschäftliche Beziehungen

Hilfsbereite Personen fühlen sich und ihr Engagement bei mehrmaligem Unterlassen eines Dankeschöns nicht wertgeschätzt und somit ausgenutzt. Die Person bleibt gekränkt zurück und wird es sich überlegen, wie weit sie sich nochmals für eine andere Person einsetzt.

 

Leistungsdruck und mangelnde Wertschätzung sind eine explosive Mischung

In vielen Betrieben herrscht ein raues Klima. Leistung ist die oberste Maxime. Fehler kann sich keiner leisten und der einzelne Mensch tritt in den Hintergrund. Es geht um Leistung, die in welcher Form auch immer gemessen wird. Gerade im Vertrieb werden hier oftmals Kollegen zu Rivalen. Es gibt „Rennlisten“ und keiner will hier der Letzte sein. Anerkennung bekommt nur der Beste – wenn überhaupt. Von Teamarbeit ist in so einem Fall keine Rede mehr. Willkommen in der Ellenbogen-Gesellschaft. Dass diese Arbeitsatmosphäre die Menschen krank und unglücklich macht versteht sich von selbst.

Dank an Service-Personal?

Die Zeiten, in denen es selbstverständlich war, Personal nicht wahrzunehmen und sich logischerweise auch nicht mit Dankesworten an Servicekräfte zu wenden, sind längst vorbei. Auch die Serviererin und der Kellner sind Menschen, die sich Mühe geben, Ihnen den Aufenthalt im Restaurant so angenehm wie möglich zu gestalten. Ein Dankeschön an passender Stelle, z.B. beim Bezahlen, ist also angemessen.

Bei einem größeren Geschäftsessen in einem gehobenen Restaurant erlebte ich folgendes: Das einladende Unternehmen hatte alles perfekt geplant und sowohl Küche als auch Personal gaben ihr Bestes. Unser Tisch wurde von vier Service­kräften bedient, so dass man hier gut die Unterschiede beim Bedienen feststellen konnte. Eine junge Frau überzeugte durch ihren absolut perfekten Service und ihre überaus freundliche Art, während ein Kollege beim Servieren einige Etiketteregeln brach. Als wir nach Hause aufbrachen, nahm ich die junge Frau zur Seite und dankte ihr für den perfektesten Service, den ich seit langem erlebt hatte. Ich bemerkte, wie sich der Gesichtsausdruck dieser Frau veränderte und ihre Augen strahlten. Lob und Anerkennung für ihre überdurchschnittlichen Leistungen hörte sie wohl auch eher selten. Wie heißt es oft – und gerade bei uns in Bayern: „nicht geschimpft ist Lob genug“.

Wie steht es mit Ihnen?

Zeigen Sie sich immer für geleistete Dienste erkenntlich? Loben Sie gute Leistungen? Bringen Sie den Menschen in Ihrer Umgebung die Anerkennung entgegen, die sie verdienen und sich vielleicht auch wünschen? Oder denken Sie: Warum soll ich mich bedanken, er hat sein Geld für seine Leistung ja bekommen. Ich schulde dem doch nichts. Eher schuldet er mir was. Das ist doch selbstverständlich, warum soll ich mich bedanken.

Wie findet man die angemessenen Dankesworte

Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung für die Handlungen anderer, die nicht selbstverständlich sind, sondern Ihnen Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenbringen. Leere Floskeln und Worthülsen bringen weniger als die richtigen Gesten und Zeichen im passenden Moment.

Es braucht keine großen Worte für Dank. Nennen Sie einfach den Anlass für den Dank und warum Sie sich bedanken. Zeigen Sie Emotionen und nutzen Sie auch Ihre Mimik und Gestik. Wenn dann noch Ihre Augen strahlen und der Dank von Herzen kommt, dann sollte dieser auch gut ankommen.

Die Intensität des Dankes hängt auch davon ab, wie lange das Ereignis zurück liegt. Je mehr Zeit schon verstrichen ist, desto ausführlicher sollte der Dank ausfallen. Genauso verhält es sich bei Geschenken. Je größer dieses ausgefallen ist, desto ausführlicher sollte der Dank sein. Hier empfehle ich einen sofortigen Dank beim Auspacken und später nochmals einen schriftlichen Dank. Sofern einem Geschenk eine handschriftliche Karte beigelegt wurde, sollten Sie Ihre Dankesworte auch handschriftlich verfassen.

Wenn wir die Kultur des Dankes und der Anerkennung wieder mehr leben, dann gestaltet sich unser beruflicher und privater Alltag lebenswerter und positiver. Es wäre doch schade, wenn Anerkennung und Dank erst bei Grabe geäußert werden. Zu Lebzeiten haben wir alle mehr davon, nicht wahr?

Ich wünsche Ihnen ein friedvolles und erfolgreiches Jahr 2015!